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Kreisverband Rosenheim

Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club
Kreisverband Rosenheim
Herzog-Otto-Straße 1a
83022 Rosenheim
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Fax: 08031/219403
Internet: www.adfc-rosenheim.de
eMail: adfc@adfc-rosenheim.de



Verkehrspolitik

MAIL AUS DRESDEN

Oktober 2013

Liebe ADFC-Aktive im KV Rosenheim,

bei einem Besuch in Bad Aibling fiel mir die Gestaltung des Kreisverkehrs an der Rosenheimer Straße auf. Durch eine kleine Mittelinsel wird der Radverkehr in Gegenrichtung der Einbahnstraße vor Kollisionen mit dem Kfz-Verkehr geschützt. Die Mittelinsel ist durch Bepflanzung auch sehr ansehnlich gestaltet – das gehört zum Charakter des Kurortes. Der Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen ist nachts gut beleuchtet. Für sehbehinderte Fußgänger gibt es deutliche Markierungen. Ich finde diese Gestaltung vorbildlich. Man kann sich andernorts darauf beziehen. Anbei dazu einige Fotos.

Viele Grüße !

Michael Ton Mitglied im ADFC Dresden

RADWEGEBENUTZUNGSPFLICHT

Radwege, die mit einem blauen Radwegeschild gekennzeichnet sind, sind benutzungspflichtig.

Die Vorstellung, dass durch separate Radwege mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer geschaffen werden könne, hat sich längst als falsch heraus gestellt.

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FACHAUSSCHUSS RADVERKEHR IN ROSENHEIM


Rosenheimer Papier

August 2011

Im Juli fand die Sitzung des Fachausschuss Radverkehr, ein Gremium des ADFC Bundesverbandes und des Deutschen Städtetages, in Rosenheim statt. Nach mehreren Gesprächen mit Martin Jobst, Leiter des Fachausschusses, hatte der Kreisverband Rosenheim den Ausschuss eingeladen hier zu tagen, um am Beispiel Rosenheims das im November letzten Jahres veröffentlichte Rosenheimer Papier zu erläutern. Drei Mitglieder des Kreisverbandes nahmen an der Sitzung im Schüler- und Studentenzentrum teil – ein Arbeitswochenende in sehr angenehmer Atmosphäre. Jürgen Stintzing, der Fahrradbeauftragte der Stadt Rosenheim, erläuterte am Freitag die Geschichte der „fahrradfreundlichen Stadt“ und die politischen und verwaltungsrechtlichen Hintergründe. Helmut Schwalbe und Ellen Schmidt vom örtlichen ADFC zeigten am Samstag anhand einer Stadtführung und einer Präsentation die vielfältigen Versuche, durch Trennung der Verkehrsarten die Situation für Radfahrende zu verbessern, und die Gefahren und Unmöglichkeiten, die durch die Separation entstanden sind. Das Fazit, dass innerörtlicher Radverkehr nur im Mischverkehr auf der Fahrbahn möglich ist, dass aber dafür erst einmal zwei grundsätzliche Bedingungen – Tempo 30 als innerstädtische Regelgeschwindigkeit und ausreichend Abstand beim Überholen von Radfahrenden - geschaffen werden müssen, fand großen Anklang im Fachausschuss. Ergebnis der Fachausschusssitzung zu diesem Thema: der Ausschuss wird auf der nächsten Bundesversammlung im November einen Antrag stellen, indem der ADFC aufgefordert wird, sich für innerstädtischen Mischverkehr und die dafür notwendigen Voraussetzungen einzusetzen. Dieser Antrag ist mittlerweile fristgerecht beim ADFC eingegangen.

SICHERHEIT FÜR DEN INNERSTÄDTISCHEN RADVERKEHR.

MISCHVERKEHR UND TEMPO 30


Innerstädtischer Radverkehr

Der Kreisverband Rosenheim des ADFC hat sich im vergangenen Jahr mit grundsätzlichen Fragen zur Sicherheit für den innerstädtischen Radverkehr auseinandergesetzt. Wir sind der Meinung, dass der ADFC bei seinen Überlegungen hinsichtlich Verbesserungen für den Radverkehr die ursächlichen Probleme stärker mit einbeziehen muss: die Tatsache, dass der heutige Straßenverkehr durch erhöhtes Kfz-Tempo und mangelnde Akzeptanz des Radverkehrs für die meisten Radfahrenden nur mit Angst und Ausweichen zu bewältigen ist.


Offener Brief

Wir halten es für wichtig, dass sich der ADFC als Institution und seine Mitglieder, die aktiven Radfahrerinnen und Radfahrer, dieser Thematik bewusst sind, um sich für grundsätzliche Lösungen einzusetzen. Da diese nicht auf lokaler Ebene zu erreichen sind, haben wir uns mit dem „Rosenheimer Papier“ in einem offenen Brief an den Bundesvorstand gewandt. Hintergrundinformationen dazu in der Präsentation „Sicherheit für den innerstädtischen Radverkehr am Beispiel Rosenheim“.


Rosenheimer Papier

GRUNDSATZDISKUSSION SICHERHEIT BEIM RADFAHREN

Von besonderer Bedeutung war im vergangenen Jahr im Arbeitskreis Verkehrspolitik die Frage, ob und wo im Stadtgebiet eine separate Radverkehrsführung sinnvoll ist. Die grundsätzliche Problematik einer innerstädtischen Radverkehrsführung:

  • kein Platz für eine konsequent getrennte Radverkehrsführung
  • Radwege bieten nicht die erwartete Sicherheit

führt zur Notwendigkeit der Förderung von Mischverkehr.

Viele Radfahrende aber fühlen sich auf Radwegen sicherer, flüchten häufig sogar auf Gehwege. Auf die Frage nach dem warum, tauchen zwei Antworten immer wieder auf:

  • die hohe Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs
  • mangelnder Sicherheitsabstand beim Überholen, forciert durch die hohe Kfz-Dichte

Um Radfahrerinnen und Radfahrern eine zügige und vor allem sichere Fortbewegung in der Stadt zu ermöglichen, sind also folgende Bedingungen von besonderer Bedeutung:

  • reduzierte Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs
  • weniger Kfz-Verkehr
  • ausreichender Sicherheitsabstand beim Überholen Radfahrender

ARBEITSKREIS ZUR FÖRDERUNG DES FAHRRADVERKEHRS (AKzFF)


die Präsentation als PDF

Der Arbeitskreis der Stadt Rosenheim wurde im letzten Jahr durch neue StadträtInnen besetzt. Wir nahmen das zum Anlass, um auch hier auf die o.g. Problematik der innerstädtischen Radverkehrsführung einzugehen. In einem Referat wurde darauf hingeführt, dass es wichtig ist, von dem in den Köpfen vieler dominierenden Denkschema loszulassen, in dem es heißt:

  • Normalfall: baulicher Radweg
  • wenn das nicht geht: Kompromisslösung: Rad- und Angebotsstreifen
  • wenn das nicht geht: Mischverkehr – also lassen, wie es ist

Die anzustrebende Radverkehrsführung für die Zukunft sollte dagegen sein:

  • Normalfall: Mischverkehr
  • Kompromisslösung: Rad- und Angebotsstreifen
  • Ausnahmefall: baulicher Radweg an 4- und mehr-spurigen Straßen
  • Ausnahmsweise und nur außerorts: kombinierte Geh- und Radwege

Auf dieser Grundlage wird der AK in den nächsten Wochen den Bedarfsplan für Radverkehrsanlagen der Stadt Rosenheim überarbeiten.

Präsentation

RADVERKEHRSKONZEPT TUNTENHAUSEN

SPD Ortsgruppe Tuntenhausen hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr im Gemeindegebiet zu fördern. Dazu hat am 11.11.2009 ein Treffen in Ostermünchen stattgefunden. Dabei wurden erste Schritte mit dem ADFC besprochen, die zu einem Radverkehrskonzept für die Gemeinde führen sollen. Wer bei dem Projekt mitwirken möchte - insbesondere Radlerinnen und Radler aus dem Gemeindegebiet Tuntenhausen - , ist herzlich willkommen und melde sich bitte bei unserer Kontaktadresse.

RADVERKEHRSFÜHRUNG IN DER GROSSBAUSTELLE ÄUSSERE MÜNCHENERSTRASSE:

Die Markierung von knapp 1,25m für den Radverkehr in der Baustelle Äußere Münchenerstraße war sicherlich gut gemeint, signalisierte aber nicht nur dem Kfz- sondern auch dem Lkw-Verkehr, RadfahrerInnen hätten auf ihrem Angebotsstreifen ausreichend Platz. Bei einem Ortstermin mit den Zuständigen wurden dieser und weitere Mängel in der Baustellenführung besprochen; das Foto zeigt eine deutlich verbreiterte, gelbe Abmarkierung für den Radverkehr.

ZUKUNFTSWERKSTADT FÜR SENIOREN:


die Präsentation als PDF

Im Arbeitskreis Verkehr der Zukunftswerkstatt für Senioren war Ellen Schmidt eingeladen, mit den TeilnehmerInnen des Arbeitskreises über Sicherheit beim Radfahrenn zu diskutieren. Die Mitglieder des Arbeitskreises waren nicht nur sehr engagiert, sonder auch unerwartet offen für die Problematik von innerstädtischen Radwegen und die Konsequenzen, die daraus zu ziehen sind. Ein Zitat aus dem Protokoll des Arbeitskreises: „Für den AK hat es dabei einige Aha-Erlebnisse gegeben: So ist z.B. klar geworden, dass ein Mischverkehr für Fahrradfahrer i.d.R. sicherer ist als eigene Fahrradstreifen (egal in welcher Form).“

ARBEITSGEMEINSCHAFT SOZIALDEMOKRATISCHER FRAUEN:


die Präsentation als PDF

Auf der Mitgliederversammlung der sozialdemokratischen Frauen der SPD Rosenheim erläuterte Ellen Schmidt, was aus der fahrradfreundlichen Stadt Rosenheim geworden ist. Insbesondere der Trugschluss, die innerstädtischen Probleme im Straßenverkehr durch Trennung der Verkehrsarten lösen zu können und alternative Lösungsansätze waren Thema der Vortrags.

FAHRRADMITNAHME IN REGIONALZÜGEN:

Seit 1. April ist die Fahrradmitnahme in den Regionalzügen u.a. des Landkreises Rosenheim nicht mehr kostenfrei. Zwar hat sich durch eine einheitliche Preisgestaltung in ganz Bayern die Situation in einigen Landkreisen gebessert. Im Landkreis Rosenheim haben insbesondere BerufspendlerInnen und SchülerInnen, die ihr Rad im Zug mitnehmen, nun einen erheblich größeren Kosten- und Zeitaufwand zu erbringen. Der Kreisverband hat sich nach Rücksprache mit dem Landesvorsitzenden mit einem Schreiben an Landrat Josef Neiderhell gewand und um Bemühungen zur Verbesserung der Preisgestaltung gebeten. Das Schreiben als PDF

2008

VERKEHRSPOLITIK SEPTEMBER

Als Kooperationspartner des Quartiersmanagement Altstadt-Ost Rosenheim hat der KV im Juli während einer Quartiersbefahrung auf Problemsituationen für den Radverkehr aufmerksam gemacht. Die Altstadt Ost umfasst das Stadtgebiet zwischen Prinzregenten- und Rathausstraße über den Salzstadel und den Ludwigsplatz bis zur Chiemsee-, Inn- und Schönfeldstraße; das Landesgartenschaugelände inbegriffen. mehr

VERKEHRSPOLITIK JUNI

Der Arbeitskreis zur Förderung des Fahrradverkehrs (AkzFF) der Stadt Rosenheim hat sich im vergangenen Jahr überwiegend mit Fahrradtourismus beschäftigt. Sehr engagiert wurde das Thema von Frau Rienäcker von der Rosenheimer Touristinformation aufgegriffen und auf einem Treffen der Veranstaltungs- und Kongress GmbH den Hoteliers nahe gebracht. mehr

VERKEHRSPOLITIK APRIL

Die Planungen zur Landesgartenschau (LGS) sind weitgehend abgeschlossen. Unsere Hoffnungen auf echte Verbesserungen für den Radverkehr werden nicht erfüllt werden. Die Anregungen des ADFC liegen in den Schubladen verschiedener Stadtverwaltungsämter. Die Vorschläge werden als wünschenswert bezeichnet, aber zuständig für die Umsetzung scheint niemand zu sein. Daran änderte auch ein Gespräch mit dem (damaligen) Leiter des Stadtplanungsamtes und der Geschäftsführerin der LGS-Gesellschaft nicht viel. mehr

aktualisiert: 29.10.2013 09:37 Uhr