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Kreisverband Rosenheim

Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club
Kreisverband Rosenheim
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RadfahrenGesund

Regelmäßiges Radfahren ist gesund

Nach einem von der Britischen Medizinischen Gesellschaft herausgegebenen Bericht ist regelmäßiges Radfahren wegen der Bewegung der Radfahrer und der vermiedenen Umweltverschmutzung aus medizinischer Sicht besonders gesundheitsfördernd, selbst dann wenn Verkehrsunfälle berücksichtigt werden.

Darauf hat jetzt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hingewiesen.

Personen, die mindestens mehrmals wöchentlich radfahren, sind erheblich gesünder als andere.

Nach dem von Mayer Hillman im Auftrag der Britischen Medizinischen Gesellschaft verfassten Buch "Cycling - Towards Health and Safety", erhöht körperliche Bewegung beim Radfahren die allgemeine Fitness und führt zu verschiedenen positiven physiologischen und psychologischen Veränderungen.

Die Lebenserwartung wird verlängert. Vorbeugend wirkt Radfahren insbesondere in bezug auf Lungen- und Atemwegsfunktionen, Herz- und Kreislauferkrankungen, Übergewicht und mentale Erkrankungen. Leichtes Radfahren verbraucht vier bis fünf Kalorien in der Minute. Diese körperliche Bewegung setzt stimmungshebende Endorphine frei und stärkt in einem gewissen Umfang Selbstvertrauen und Selbstachtung.

Wo Radverkehr motorisierten Verkehr ersetzt, werden weniger Luftschadstoffe erzeugt. Und das will etwas heißen: Denn die Kfz-Schadstoffe haben ein langes "Sündenregister": Schwefeldioxid führt zu Atemproblemen und Bronchitis, Stickoxidbelastungen beeinträchtigen die Lungenfunktion; Ozonbelastungen führen zu Augen-, Hals- und Nasenreizungen und Kopfschmerzen und verstärken asthmatische Allergien. Kohlenwasserstoffe wie Benzol sind auch in kleinen Mengen nachweislich krebserregend. Kohlenmonoxid reduziert den im Körper befindlichen Sauerstoff und beeinträchtigt Wahrnehmung, Denkvermögen und Reflexe.

In Großbritannien erleidet ein Radfahrer rein statistisch alle 330.000 Kilometer eine schwere Verletzung und alle 17 Millionen Kilometer einen tödlichen Unfall. Lösungen bieten verbesserte Angebote der Fahrradinfrastruktur und Programme gegen den Autoverkehr (z.B. Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsbegrenzungen). Diese Maßnahmen können dazu beitragen, daß sich sowohl Luftverschmutzung als auch das Risiko zu verunglücken vermindern.

Dass die Fahrradnutzung insgesamt uneingeschränkt Förderung verdient, zeigt eine andere Kalkulation: Die durch Verkehrsunfälle verursachten "Lebenszeitverluste" betragen nur etwa ein Zwanzigstel der durch die verbesserte Gesundheit zu erwartenden Lebenszeitverlängerung. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ruft daher dazu auf, möglichst oft vom Auto auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel "Fahrrad" umzusteigen.

aktualisiert: 02.03.2009 21:50 Uhr