Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club
Kreisverband Rosenheim
Herzog-Otto-Straße 1a
83022 Rosenheim
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Internet: www.adfc-rosenheim.de
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ROSENHEIM IN BEWEGUNG
Im Mai nahm der Kreisverband mit einem Infostand am Aktionstag „Rosenheim in Bewegung“ teil. Auf zwei Ausstellungswänden präsentierte der ADFC Fotos zum Thema „Kind und Rad“. Eine Wand zeigte die vielfältigen Möglichkeiten, die es heutzutage gibt, um mit Kindern und Rad mobil zu sein. Die zweite zeigte die Probleme, die für Eltern und Kinder im Rosenheimer Straßenverkehr auftauchen. Als Infomaterial hatten wir unter anderem die sehr anschauliche ADFC-Broschüre „Mobil mit Kind und Rad“. Ein Kangaroo mit Kinderhänger und ein Pino mit Trailerrad standen zum Anschauen und Probefahren bereit. Zwar war die Veranstaltung wegen des schlechten Wetters nicht übermäßig gut besucht, aber viel Spaß hatten wir trotzdem.
JAHRESVERSAMMLUNG 2010
Die diesjährige Jahresversammlung fand am Freitag, 26.02.2010 statt. Nach dem Tätigkeits- und Kassenbericht wurden die Aktivitäten des Kreisverbandes mit Bildern und Fernsehbeiträgen erläutert.
Protokoll der Jahresversammlung als PDF
CRITICAL MASS
In Rosenheim hat im Dezember 2009 die erste, im Februar 2010 die zweite Critical Mass stattgefunden. Die Critical Mass ist eine weltweite Bewegung, die das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel mittels gemeinsamer Radtouren durch die Stadt in die Öffentlichkeit trägt. Mit rund 100 RadlerInnen auf den Hauptverkehrsstraßen Rosenheims unterwegs zu sein, hat Mut gemacht, dass vielleicht doch nicht alle sich vom motorisierten Individualverkehr ins abseits drängen lassen. Dieses Happening wird an jedem letzten Samstag im Monat mit Abfahrt um 11.55 Uhr vom Ludwigsplatz stattfinden. Auch wenn der ADFC nicht Veranstalter der Critical Mass ist, hält er die Teilnahme daran für eine sinnvolle und wichtige Möglichkeit, um auf die Präsenz und Bedeutung des Radverkehrs aufmerksam zu machen. Nächste Critical Mass am Samstag 28.08.
GRUNDSATZDISKUSSION SICHERHEIT BEIM RADFAHREN
Von besonderer Bedeutung war im vergangenen Jahr im Arbeitskreis Verkehrspolitik die Frage, ob und wo im Stadtgebiet eine separate Radverkehrsführung sinnvoll ist. Die grundsätzliche Problematik einer innerstädtischen Radverkehrsführung:
- kein Platz für eine konsequent getrennte Radverkehrsführung
- Radwege bieten nicht die erwartete Sicherheit
führt zur Notwendigkeit der Förderung von Mischverkehr.
Viele Radfahrende aber fühlen sich auf Radwegen sicherer, flüchten häufig sogar auf Gehwege. Auf die Frage nach dem warum, tauchen zwei Antworten immer wieder auf:
- die hohe Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs
- mangelnder Sicherheitsabstand beim Überholen, forciert durch die hohe Kfz-Dichte
Um Radfahrerinnen und Radfahrern eine zügige und vor allem sichere Fortbewegung in der Stadt zu ermöglichen, sind also folgende Bedingungen von besonderer Bedeutung:
- reduzierte Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs
- weniger Kfz-Verkehr
- ausreichender Sicherheitsabstand beim Überholen Radfahrender
ARBEITSKREIS ZUR FÖRDERUNG DES FAHRRADVERKEHRS (AKzFF)
Der Arbeitskreis der Stadt Rosenheim wurde im letzten Jahr durch neue StadträtInnen besetzt. Wir nahmen das zum Anlass, um auch hier auf die o.g. Problematik der innerstädtischen Radverkehrsführung einzugehen. In einem Referat wurde darauf hingeführt, dass es wichtig ist, von dem in den Köpfen vieler dominierenden Denkschema loszulassen, in dem es heißt:
- Normalfall: baulicher Radweg
- wenn das nicht geht: Kompromisslösung: Rad- und Angebotsstreifen
- wenn das nicht geht: Mischverkehr – also lassen, wie es ist
Die anzustrebende Radverkehrsführung für die Zukunft sollte dagegen sein:
- Normalfall: Mischverkehr
- Kompromisslösung: Rad- und Angebotsstreifen
- Ausnahmefall: baulicher Radweg an 4- und mehr-spurigen Straßen
- Ausnahmsweise und nur außerorts: kombinierte Geh- und Radwege
Auf dieser Grundlage wird der AK in den nächsten Wochen den Bedarfsplan für Radverkehrsanlagen der Stadt Rosenheim überarbeiten.
RADVERKEHRSKONZEPT TUNTENHAUSEN
SPD Ortsgruppe Tuntenhausen hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehr im Gemeindegebiet zu fördern. Dazu hat am 11.11.2009 ein Treffen in Ostermünchen stattgefunden. Dabei wurden erste Schritte mit dem ADFC besprochen, die zu einem Radverkehrskonzept für die Gemeinde führen sollen. Wer bei dem Projekt mitwirken möchte - insbesondere Radlerinnen und Radler aus dem Gemeindegebiet Tuntenhausen - , ist herzlich willkommen und melde sich bitte bei unserer Kontaktadresse.
LICHTAKTION
Auch im vergangenen Herbst hat der Kreisverband Rosenheim an zwei Terminen eine Aktion zum Thema Licht am Rad durchgeführt. Unterstützt von den Rosenheimer Fahrradhändlern „Cycle“, „Rad Mobil“, „Maxx“,„Fahrrad Kerscher“ und „Chiemgauer Radhaus“ konnten wir auf verschiedene Problembereiche ausführlich eingehen, die Händler stellten Anschauungs- und Reparaturmaterial. RadfahrerInnen, die mit funktionierendem Licht unterwegs waren, bekamen als Belohnung etwas Süßes mit auf den Weg. Kleinere Defekte am Fahrradlicht wurden gleich vor Ort repariert – die aufgeständerten Räder waren ein guter Blickfang und haben viele PassantInnen an unseren Infotisch gelockt. Bei aufwändigeren Reparaturen erhielten die RadlerInnen Gutscheine von den unterstützenden Radlhändlern, die ihnen bei einer Reparatur in ihrem Laden einen Bonus gutschreiben werden. Auch die Polizei war bei der Aktion präsent. Der Hintergrund dafür war die Tatsache, dass RadlerInnen mit defekten Lichtanlagen meist froh waren, ihr Licht gerichtet zu bekommen, RadlerInnen ganz ohne Licht haben die Problematik oft mit einem Abwinken abgetan. In diesen Fällen bekam das Thema durch die Anwesenheit zweier Uniformierter mehr Nachdruck.
Radtouren 2010:
Am Donnerstag, 5.11.2009 wird mit der Tourenplanung für die Saison 2010 begonnen. Hierzu sind alle Interessierten – auch Nichtmitglieder - herzlich eingeladen, ob sie Anregungen für neue Touren einbringen wollen, selber mal eine Tour führen wollen oder nur mal reinschnuppern. Das Treffen findet um 20 Uhr im Mailkeller statt.
Ausbau Äußere Münchener Straße:
Zwei Abschnitte der Äußeren Münchener Straße in Rosenheim sind in diesem Jahr neu ausgebaut worden, um dem Kfz-Verkehr vor allem in den Kreuzungsbereichen mehr Fahrspuren zur Verfügung zu stellen. Aus Sicht der Gesamtverkehrssituation in Rosenheim eine zweifelhafte Maßnahme; Rosenheim braucht ein Umdenken hinsichtlich der Mobilität, keine frei Fahrt für noch mehr Autos in die Stadt. Die ausgebauten Straßenabschnitte haben allerdings jetzt statt der bisherigen Gehwege „Radfahrer frei“ separate Radwege in immerhin Mindestbreite. Mehrere Ortstermine mit der Stadtverwaltung waren notwendig, um bezüglich der Detaillösungen das Schlimmste zu verhindern – z.B. Furten zur Straßenquerung, die Rosenheim-typisch auf einen Gehweg münden - und zumindest minimale Aufstellflächen für abbiegenden Radverkehr zu erhalten.
AKTION SICHERHEITSABSTAND:
Im August veranstaltete der ADFC wieder die Aktion „Sicherheitsabstand beim Überholen Radfahrender“: Mit seitlich auskragenden Fähnchen und dem Hinweis auf den minimalen Seitenabstand fuhren zwei Radler in der Mangfallstraße – bekannt bzw. gefürchtet wegen extrem häufigem Überholen bei Gegenverkehr - auf und ab. Passanten wurden Faltblätter übergeben, die sowohl AutofahrerInnen:
„1,50 m Seitenabstand beim Überholen von Radfahrern - Überholen nur mit Fahrbahnwechsel“
als auch RadfahrerInnen ansprachen
„Mindestens 1,00 m Sicherheitsabstand zu parkenden Autos; 0,70 m zum Bordstein – Platz beanspruchen“
Fahrradmitnahme in Regionalzügen:
Seit 1. Juli ist die Fahrradmitnahme in den Regionalzügen auf der Strecke von Rosenheim nach Wasserburg, Mühldorf, Altötting, Burghausen und Passau und auf der Strecke von Wasserburg nach Forsting wieder kostenfrei. Hierzu konnte die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft einen Vertrag über eine Pauschalregelung mit der Südostbayern-Bahn abschließen. Die Deutsche Bahn ist zu einer solchen Regelung nicht bereit, so dass auf den übrigen Zugstrecken im Landkreis seit 1. April Fahrkarten für die Fahrräder gekauft werden müssen.
Radverkehrsführung in der Großbaustelle Äußere Münchenerstraße:
Die Markierung von knapp 1,25m für den Radverkehr in der Baustelle Äußere Münchenerstraße war sicherlich gut gemeint, signalisierte aber nicht nur dem Kfz- sondern auch dem Lkw-Verkehr, RadfahrerInnen hätten auf ihrem Angebotsstreifen ausreichend Platz. Bei einem Ortstermin mit den Zuständigen wurden dieser und weitere Mängel in der Baustellenführung besprochen; das Foto zeigt eine deutlich verbreiterte, gelbe Abmarkierung für den Radverkehr.
Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen:
Auf der Mitgliederversammlung der sozialdemokratischen Frauen der SPD Rosenheim erläuterte Ellen Schmidt, was aus der fahrradfreundlichen Stadt Rosenheim geworden ist. Insbesondere der Trugschluss, die innerstädtischen Probleme im Straßenverkehr durch Trennung der Verkehrsarten lösen zu können und alternative Lösungsansätze waren Thema der Vortrags.
Fahrradmitnahme in Regionalzügen:
Seit 1. April ist die Fahrradmitnahme in den Regionalzügen u.a. des Landkreises Rosenheim nicht mehr kostenfrei. Zwar hat sich durch eine einheitliche Preisgestaltung in ganz Bayern die Situation in einigen Landkreisen gebessert. Im Landkreis Rosenheim haben insbesondere BerufspendlerInnen und SchülerInnen, die ihr Rad im Zug mitnehmen, nun einen erheblich größeren Kosten- und Zeitaufwand zu erbringen. Der Kreisverband hat sich nach Rücksprache mit dem Landesvorsitzenden mit einem Schreiben an Landrat Josef Neiderhell gewand und um Bemühungen zur Verbesserung der Preisgestaltung gebeten. Das Schreiben als PDF
aktualisiert: 20.08.2010 22:08 Uhr











